it’s Cedric

Meine Welt, meine Regeln

Es war der eine Moment, der eine Moment im Leben, der magisch ist.

Der Moment, der zu schön ist um wahr zu sein. Der Moment, der einem wie ein Traum erscheint.

Der Moment, der völlig unerwartet geschieht. 

Ich war wie jeder normale andere Kunde sich im Einkaufszentrum unterwegs um ein paar Besorgungen zu machen. Draußen war es dunkel und leichter Regen prasselte herab.
Ich kann gar nicht mehr genau sagen, in welchem der Läden ich war aber grade als ich diesen verlassen wollte, tanzte eine Frau am Eingang vorbei. Ich konnte garnicht anders, als ihr hinterher zu schauen.
Sie zog meinen Blick magisch an. Ohne es wirklich zu merken, ließ ich meine Tasche fallen, als wäre der Inhalt vollkommen egal. In dem Moment war er es für mich auch.
Ich lief aus dem Geschäft und schaute ihr hinterher.  Ihre dunkelblonden Haare hatten einen leichten rötlichen Ton und flogen um ihr Gesicht, als sie sich wie in Zeitlupe um die eigene Achse drehte.
Mir viel garnicht auf, dass das Geschäft menschenleer war. Im Hintergrund spielte eine leichte, angenehme klassische Musik mit einigen Streichinstrumenten.
Ich lief ihr hinterher und sie schaute mich lachend an, ohne mit dem Tanzen aufzuhören. Es hatte fast den Eindruck, als würde sie durch die Gegend schweben. Sie streckte mir ihre Hand hin und ich griff nach ihr. Ihre Hände waren klein, weich und samtig. Ich hatte noch nie zuvor so schöne und weiche Hände gesehen bzw. Gefühlt. Sie zog mich weiter mit sich und ich tanze mit ihr durch die Gänge und Flure des Gebäudes.
Alles andere um mich herum war mir egal, ihr schien es ebenso zu gehen.

Sie schaute mir lachend mit ihren tiefen, blauen Augen in die meinen und schien vor Energie nur so zu sprühen. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, die wir zusammen durch das Gebäude tanzten.
Mal drehte sie sich unter unseren Händen durch, mal ich. Es war perfekt.

Unsere Körper kamen sich immer näher und irgendwann drückte sie sich an mich und legte ihren Kopf auf meine Schulter. Wir tanzten nun langsamer und ruhig über die gefliesten Böden.
Ich wollte, wir würden für immer hier stehen und tanzen. Nach einiger Zeit sagte sie dann „Danke. Danke für alles.“
Sie löste sich von mir, drehte sich um und rannte weg. Einen Augenblick war ich vor Überraschung erstarrt. Dann rannte ich hinterher um sie einzuholen.
Ich sah, wie sie grade noch um eine Ecke bog und als ich in den dort liegenden Gang schaute, war sie weg. Einfach verschwunden.
Der Gang war leer. Es gab dort nicht mal eine Tür. Am Ende des Ganges stand nur eine Einsamme Topfpflanze.
Trotzdem ging ich den gesamten Gang entlang und klopfte die Wände nach verborgenen Türen ab. Ich fand nichts. Keinerlei Hinweise auf ihren Verbleib.
Traurig drehte ich mich um und verließ das Gebäude.

Draußen war es tiefste Nacht und der leichte Regen hatte sich in Schnee gewandelt. Ohne eine Bestimmte Richtung einzuschlagen lief ich los.
Ich wusste nicht, ob ich sie je wieder sehen würde. Aber ich hoffte es. Ich würde die Augen offen halten und nach ihr suchen.
Zwar wusste ich weder ihren Namen, noch wo sie wohnte oder sonst irgendwas, aber ich würde sie finden.

Ich musste einfach.

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